Don't threaten me with a good time # Bar # 4 Mai 2017 # Takuma & Hwayoung

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Don't threaten me with a good time # Bar # 4 Mai 2017 # Takuma & Hwayoung

Beitrag von Hwayoung Lee am So Dez 03, 2017 4:09 am

Don’t  threaten me with a good time

》04. Mai 2017 ║ 22:00 Uhr ║ Takuma & Hwayoung 《


Es war laut und warm. Die Musik dröhnte in ihren Ohren und gerade war ein ziemlich vor Schweiß stehender Körper an ihre vorbei Richtung Toilette gegangen. Ihm war ein unangenehmer Geruch nach kaltem Zigarettenrauch und frischem Schweiß gefolgt, der die junge Koreanerin angewidert die Nase rümpfen ließ. Irgendwie hatte sie sich den Abend anders vorgestellt. Seit gut einer Stunde saß sie nun an der Bar und es war noch nichts passiert. Zumindest nichts was sie interessiert hätte.

Hwayoung hatte sich für den heutigen Abend ziemlich herausgeputzt.  Sich in ein enges, wirklich wie angegossen sitzendes, kurzes, schwarzes Kleid gekleidet. Welches ihr bis ungefähr zur Hälfte des Oberschenkels reichte und einen aufregenden, aber nicht aufdringlichen Ausschnitt besaß. Ihre weinroten Haare hatte sie nach oben gesteckt und nur vereinzelte Locken ringelten sich an ihrer Wange entlang oder hatten sich aus der Hochsteckfrisur gelöst und fielen ihr in den Nacken. Die Augen waren nicht übermäßig geschminkt, gerade so, dass ihre blauen Augen betont wurden. Dafür waren ihre Lippen in einem satten Rotton geschminkt und ließen sie älter aussehen als sie eigentlich war. Denn obwohl sie hier nun in einer Bar saß, die Beine übergeschlagen hatte und so locker und entspannt wirkte, als hätte sich nichts zu befürchten, war sie erst  16 Jahre alt. Natürlich bedeutete dies eigentlich das sie nicht hier sein durfte, aber dank gut gefälschtem falschen Ausweis – eine Anfertigung eines Mitarbeiters ihre Vaters – hatte man sie ohne viel Federlesens reingelassen.  Und da war sie nun. Gutaussehend und furchtbar gelangweilt. Es war nicht so, dass sie alleine hätte sitzen müssen – tatsächlich hatte sich so manch einer der männlichen Barbesucher ihr genähert und versucht ein Gespräch anzufangen, doch bisher waren alle abgeblitzt. Die Rothaarige war dabei stets höflich geblieben und hatte sich kurz mit den Männern unterhalten, aber irgendwie fehlte etwas. Etwas das ihr Interesse weckte. Aber immerhin etwas Gutes hatten die vielen Versuche der Männer bisher gehabt – das Geld für Getränke war ihr noch nicht ausgegangen. Zum einen dadurch, dass man ihr ständig etwas zu trinken zukommen ließ , meist alkoholische Getränke, die sie allerdings nicht anrührte – sie war ja nicht blöd, wer weiß was die da reingemischt hatten – und zum anderen dadurch, dass sie dem einen oder anderen mit geschickten Finger ein paar Geldscheine aus der Geldbörse stibitzt hatte.

Doch gerade war Flaute. Hwayoung griff nach ihrem Glas, dass mit Cola gefüllt war, aber auch wenn man nicht daran roch als ein alkoholisches Mischgetränk durchgehen konnte und seufzte. Ob sie einfach nach Hause gehen sollte? Das war zwar Schade um die ganze Arbeit die sie in ihr Äußeres gesteckt hatte, allerdings war es besser als unnötig Zeit zu verschwenden und sich den Hintern platt zu sitzen. Gerade hatte sie sich eine Salzstange aus den bereitgestellten Snacks an der Bar genommen und diese lässig wie eine Zigarette zwischen Zeige- und Mittelfinger platziert, als sich erneut ein Mann in ihre Richtung durch die Menge schob. Ein schmieriger Typ. Die Art Kerl, die erwartete, dass Frauen vor Freude aufschrien,  wenn sie von ihm angesprochen wurden.  Die Sorte Mann, die schrie ‚Ich bin ein Gentleman und wenn ich dir was zu trinken ausgebe, du aber abends nicht mit mir nach Hause kommst, bin ich eingeschnappt‘. Er kam immer näher, na super.  „Hey, bist du alleine hier?“ Sie setzte ein Lächeln auf. „Ja, sie ganz so aus. Und du?“  Der Schwarzhaarige Mr. Nice Guy  schüttelte den Kopf und zeigte mit der Hand auf eine kleine Gruppe von Leuten die etwas abseits standen. „Bin mit meinen Freunden hier. Aber wie wäre es wenn du mit zu uns kommst? Ich kann dir auch noch was zu Trinken kaufen, wenn du magst.“ War ja klar. So lief es immer. Innerlich unterdrückte die Rothaarige ein Gähnen, während sie auf ihr noch volles Colaglas zeigte: „ Danke ich habe noch. Und ich würde ungerne aufstehen und zu deinen Freunden gehen.“ Auf diese Worte folgte eine Geste auf ihre Schuhe die mit einem stattlichen Absatz ausgestattet waren um ihre Größe zu kompensieren. Der Schwarzhaarige, der völlig vergessen hatte sich bei ihr vorzustellen sagte doch noch irgendetwas, doch etwas Anderes oder viel mehr jemand Anderes hatte ihre Aufmerksamkeit geweckt und völlig in Beschlag genommen. Er war groß, gutgekleidet und stach vor allem durch seine gebräunte Haut hervor. Er war ihr nur zufällig ins Blickfeld geraten, als das junge Mädchen kurz zu der Gruppe Freunde des Schwarzhaarigen geschaut hatte, hatte aber sofort ihre ganze Aufmerksamkeit. Der sah nach Spaß aus. Nach jemand Interessantes, nach einem Abenteuer.  Schnell war der Gedanke verworfen nach Hause zu gehen und so lehnte sich Hwayoung ein wenig zurück und bestellte ein weiteres Glas von dem Getränk das der große Unbekannte in seiner Hand hielt. Sie entschuldigte sich bei dem Schwarzhaarigen, der immer noch irgendwas vor sich hin erzählte und bahnte sich ihren Weg durch die Bar in Richtung des Objekts ihres Interesses.

Für einen kurzen Moment überlegte sie wie sie das Ganze wohl angehen sollte, entschloss sich dann aber doch einfach für die direkte Art. Zielstrebig näherte sie sich dem Unbekannten, warf im Vorbeigehen noch einen kurzen Blick in den Spiegel  - alles okay – und blieb dann vor ihm stehen. „Hey, tut mir Leid wenn ich störe, aber  ich will ganz ehrlich sein. Wir kennen uns nicht, aber mir ist ziemlich langweilig und du siehst von allen Leuten hier am interessantesten aus. Was dagegen wenn ich mich etwas zu dir stelle?“, fragte sie und lächelte. „Ich komme auch nicht mit leeren Händen, sieh es als eine Art Bezahlung für deine Hilfe an“, lachte sie und hielt ihm das Getränk, welches sie kurz vorher beim Barkeeper für ihn bestellt hatte, entgegen. „Keine Sorge, ich hab auch nichts reingetan. Vorerst nicht“,ihre Lippen verzogen sich zu einem leichten Schmunzeln, während sie hoffte das Mr. Unbekannt Sinn für Humor hatte.  Sollte das Ganze hier schief gehen, auch egal. Bisher hatte sie ja nichts zu verlieren. „Ich heiße übrigens Hwayoung, nett dich kennenzulernen.“


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Re: Don't threaten me with a good time # Bar # 4 Mai 2017 # Takuma & Hwayoung

Beitrag von Gast am Mo Dez 04, 2017 2:16 am

Der Abend versprach großartig zu werden! Eine gefühlte Ewigkeit war Takuma nicht mehr mit seinen Freunden auf der Piste. Zumindest nicht mit so vielen! Aber das Studium spannte alle ein und Takuma war sich bewusst, dass seine Freunde mehr ihr Studium taten als er selbst...

Aber das war nun erstmal vergessen! Nachdem ausgelassenen vorglühen und bereits einigen gemeinsamen Stunden entschieden sie sich geschlossene eine Bar aufzusuchen. Außerdem ging ihnen einfach der Alkohol aus und Takuma befand sich noch lange nicht im angepeilten Zustand, also benötigte er Nachschub! Seine Gruppe sah es ähnlich, so legten sie lachend, in Gespräche vertieft den recht kurzen Weg von der Wohnung eines der Mädchen zur Bar zurück. Die Bar, welche Takuma schon als Stammbar sah! Der Barkeeper und er freundeten sich schnell an, was bei Takumas Art auch kein Wunder war.
Selbstverständlich gut gekleidet, mit einem Hemd roten Hemd, dessen Ärmel Takuma hochgekrempelt hatte und einer dunklen Hose betrat er die Bar. Der erste Gang der Gruppe ging automatisch zur Bar, wo sich alle mit Getränken eindeckten, wie sollten sie auch anders? Dafür war eine Bar. Während sich seine Freunde derweil einen bequemen Platz suchten nutzte Takuma die Gelegenheit für einen kurzen Smalltalk mit dem Barkeeper. Auch wenn dieser alle Hände voll zu tun hatte, unterhielt er sich mit dem Studenten. Kurzerhand wurden viele Themen abgearbeitet und das Gespräch wurde vertagt. Immerhin wollte Takuma Spaß haben und der junge Mann hinter der Theke seinem Job nachgehen.
So rückte Takuma von der Bar mit seinem Glas in der Hand ab und gesellte sich zu seinen Freunden, wobei nur noch ein Stehplatz für ihn da war. Aber das war ok! So hatte er einen besseren Überblick über die Gruppe und ebenso war es dadurch auch viel einfacher von allen gesehen zu werden. Wenige Augenblicke nachdem Takuma sich wieder zu seiner Gruppe gesellt hatte erhob er das Wort bereits und unterhielt die ganze Gruppe. Egal was er erzählte alle hingen gebannt an seinen Lippen. Er war rhetorisch begabt genug, dass ihm jeder gerne zuhörte und ebenso waren seine Geschichten so interessant, dass man nicht weghören konnte. Und so gehörte ihm wieder der Mittelpunkt, genauso mochte er es schlichtweg am liebsten.

Die kurze Berührung auf seiner Schulter ließ ihn seine Geschichte aus seiner zweiten Heimat unterbrechen, "Bin gleich wieder da... ich habe da was entdeckt." entschuldigte sich einer seiner Freunde grinsend bei ihm ehe dieser sich seinen Weg direkt zur Bar bahnte. Sollte Takuma recht sein. Mit genug Alkohol würde sein Freund auch einen weiteren Korb verkraften. So gemein es auch war, aber in dieser Hinsicht war Takuma einfach realistisch. So führte er seine Geschichte einfach fort, immerhin galten weiterhin viele aufmerksame und interessierte Blicke dem hochgewachsenen Mann. Doch erneut unterbrach ihn etwas, oder eher jemand. Etwas überrascht ging sein Blick zu dem zierlichen Mädchen vor ihm, die war doch eben noch nicht da... oder? "Oh..." antwortete er knapp auf die ehrliche Anfrage der Jüngeren. "Vielen Dank!" brachte er dann noch lachend zustande während er sich schmunzelnd an der Wange kratzte, es kam immerhin auch nicht oft vor, dass man so ein Kompliment erhaschte.
Doch sofort war Takuma wieder in seinem Element, und das charmante Lächeln war aufgesetzt während er zu dem Glas was sie mitgebracht hatte schielte. "Ich habe noch, danke." erklärte er und hob das halbvolle Glas in seiner Hand hoch, "Außerdem verstößt es gegen meine Prinzipien was von Frauen anzunehmen. Immerhin wäre es meine Aufgabe dich einzuladen." erklärte er. Er war zu stolz um etwas von Frauen anzunehmen. Ihm wurde beigebracht jede Frau wie eine Prinzessin zu behandeln und da war es einfach nicht angebracht so etwas, auch wenn es nur eine Kleine Geste war, anzunehmen. Stattdessen stieß er sein Glas gegen das von Hwa und zwinkerte ihr kurz zu, "wir können es aber gerne zusammentrinken!" schlug er zwinkernd vor und nahm daraufhin einen Schluck aus seinem Glas.

Ein lautes Räuspern lenkte ihn dann von seiner neuen Gesprächspartnerin wieder ab, "Du hast gar nicht zu Ende erzählt..." beschwerte dich eines der Mädchen, welches mit überschlagenen Beinen zwischen anderen aufgehübschten Mädchen auf der Couch saß. Eindeutig wenig begeistert von Takumas neuer Bekanntschaft. Ohje... sowas konnte Takuma nun wirklich nicht leiden. Mit seiner Hand fuhr er sich durchs Haar und strich es sich somit aus dem Gesicht, "Tut mir leid, tut mir leid..." fing er an und tippte einige Male mit seinem Zeigefinger gegen das Glas in seiner Hand. "Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr wo ich war..." log er, es kam ihm falsch vor eine Poente zu erzählen, während jemand daneben stand der nun nicht wusste worum es ging. Skeptische Blicke waren die Reaktion darauf, Blicke die der stolze Mann gut ertragen konnte.
"Ich habe mich gar nicht vorgestellt." fiel Takuma dann ein und schenkte seine gesamte Aufmerksamkeit wieder dem Mädchen das sich vorab als Hwayoung vorgestellt hatte, doch wer konnte ahnen, dass er davon abgehalten wurde. "Takuma mein Name!", so damit war das förmliche auch geklärt. Besser spät als nie. Er schenkte dem Mädchen noch ein Lächeln, "Und wenn du möchtest, kannst du gerne den Abend bei uns verbringen." ein vielleicht nicht wirklich verlockendes Angebot, aber was anderes konnte Takuma wohl nicht anbieten. Immerhin war er mit seinen Freunden hier und würde wohl kaum diese für eine Fremde sitzenlassen, so sympathisch diese auch zu sein schien.
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Re: Don't threaten me with a good time # Bar # 4 Mai 2017 # Takuma & Hwayoung

Beitrag von Hwayoung Lee am Mi Dez 06, 2017 8:11 pm

Anscheinend hatte sie einen ungünstigen Zeitpunkt erwischt um sich selbst in den Aufmerksamkeitsbereich des großen Unbekannten zu platzieren. Sie hatte mit ihrer Anfrage und Anwesenheit, eine für seine Freunde wohl sehr interessante Geschichte unterbrochen – auch wenn ihr natürlich klar war, dass die ihr entgegen kommende Feindseligkeit nicht alleine daher rührte. In dieser Gruppe gab es mindestens ein Mädchen, das mehr als nur freundschaftliches Interesse an ihrem ausgewählten Gesprächspartner hatte. Aber das war nicht ihr Problem und würde es auch nicht werden. Sie wandte den Blick von den Mädchen ab und richtete ihn wieder auf den großen, gutaussehenden Mann.
Das er ihr Getränk nicht angenommen hatte, störte sie nicht sonderlich auch wenn es natürlich schon eine Verschwendung war, da sie normalerweise keinen Alkohol trank und wenn doch – dann nur wenig. Für heute Abend hatte sie bereits ein alkoholhaltiges Getränk zu sich genommen und hatte es dabei belassen wollen, doch jetzt blieb ihr kaum etwas anderes übrig. Sie wusste ja noch nicht einmal, was genau sie da überhaupt in der Hand hielt, wollte sich aber keine Blöße geben und nachfragen. Seine Einstellung nichts von Frauen anzunehmen, sondern diese eher selbst einzuladen ließ sie schmunzeln. Das war ja beinahe schon eine altmodische Einstellung, die irgendwie so gar nicht zu seinem Äußeren zu passen schien. Irgendwie war sie davon ausgegangen das er einer war der nichts anbrennen ließ – wobei  das auch nicht unbedingt etwas Schlimmes sein musste – und sein charmantes Grinsen das beinahe sofort aufgetaucht war, hatte sie in dieser Ansicht bestätigt. Dass er nun allerdings das Verhalten eines Gentlemans zu Tage legt, weckte ihr Interesse nur noch mehr.  Ein unerwarteter Widerspruch, der ihr aber gefiel. Als er sie dann noch dazu einlud mit ihm gemeinsam zu trinken, hatte sich ein aufrichtiges Lächeln auf das Gesicht der jungen Koreanerin geschlichen. Sie hatte ebenfalls das Glas angesetzt und einen kleinen Schluck genommen, als auch schon der bittere Geschmack von starkem Alkohol ihre Geschmacksknospen traf. Urgh. Takuma schien auf harten Alkohol zu stehen. Während der Alkohol ihr in der Kehle brannte, beschwerten sich seine Freunde über das abrupte Ende der Geschichte.
Doch ihre neue Bekanntschaft schien sich nicht mehr an die Geschichte erinnern zu können. Als er ihr sich dann wieder zuwandte und sie einlud den Abend mit ihm und seinen Freunden zu verbringen, hob Hwayoung entschuldigend die Hand. „Hey, tut mir Leid, wenn ich dich aus deiner Geschichte rausgeholt habe, war keine Absicht.“ Tatsächlicherweise war es keine Absicht gewesen, sie hatte irgendwie auch angenommen, dass er alleine hier war.  Das er aber nur etwas Abseits gestanden hatte, weil einfach keine Sitzplätze mehr freiwaren, war für sie nicht offensichtlich genug gewesen. Für einen Moment überlegte die Rothaarige, ob sie nicht doch einfach gehen sollte, erhaschte dann aber einen erneuten Blick auf Takuma und entschied sich anders. Seine weiblichen Freundinnen mochte sie nicht, dass war klar, aber sie wäre nicht sie, wenn sie damit nicht umgehen konnte. Wenn sie wirklich den Abend mit ihnen allen verbringen wollte, musste sie sich wohl mit den Anderen gutstellen. Daher beugte sie sich vor um an Takuma vorbei zu den Mädchen blicken zu können und hob grüßend die Hand. „Hey, ich bin übrigens Hwayoung“, stellte sie sich vor und zeigte dann mit dem Finger auf eine der Taschen, die die Mädchen bei sich trugen. „Schöne Tasche übrigens. Das ist doch die neue von Hermés, oder? Ich wollte sie mir auch unbedingt kaufen, hab aber leider keine mehr bekommen. Sie steht dir hervorragend! Ist mir vorhin als ich hergekommen bin schon aufgefallen, hatte aber noch nicht die Gelegenheit dir das zusagen“, sie schenkte dem verdutzten Mädchen ein freundliches Lächeln und lehnte sich wieder zurück. Für manch einen mochte dies vielleicht wie ein berechnendes Kompliment gewirkt haben, tatsächlich war es aber ein aufrichtiges von ihrer Seite aus gewesen. Das man dadurch vielleicht einfacher miteinander klarkam, war nur ein netter Nebeneffekt.

„Ich würde gerne den Abend mit dir und deinen Freunden verbringen“, verkündete sie dann, machte aber durch die Betonung ihrer Worte klar, dass sie zu allererst aber Interesse daran hatte mit ihm den Abend zu verbringen. Ihr Blick fiel dabei  auf seine Unterarme, wobei einer davon von einem eindeutigen Tattoo gekennzeichnet war. Sie konnte nicht genau erkennen was es war, hatte aber schon immer eine Vorliebe für tätowierte Männer gehabt – ein Umstand der vermutlich ihrer Familie und den Mitgliedern der Gang zu zuschreiben war, da dort die meisten Tattoos trugen und sie selbst ja auch ein kleines besaß. Wenn auch an einer Stelle, die man so nicht oft zu Gesicht bekam – trotz der Tatsache, dass sie so gut wie nie Hosen trug. Interessiert wanderte ihr Blick seinen Unterarm hinauf, doch der Stoff seines Hemdes versteckte den Rest seines Tattoos und gab so auch das Motiv nicht gänzlich preis. „Was für ein Motiv hast du da?“, fragte sie daher nach und deutete mit einem Kopfnicken auf seinen Arm. „Hast du auch noch mehr Tattoos?“, fragte sie kurz danach und hob ihr Glas erneut an. Es hieß zwar nicht unbedingt, dass er mehr als nur ein Tattoo haben musste, aber sie hatte die Erfahrung gemacht, dass man sobald man einmal damit anfing, es selten bei einem beließ.

Noch während sie auf eine Antwort wartete, entglitten ihr für einen kurzen Augenblick die Gesichtszüge. Aus den Augenwinkeln hatten sie eine Bewegung ausgemacht.  Mr. Nice Guy war auf dem Weg hierher, zumindest sah es so aus, als würde er zielstrebig die Gruppe bei der sie sich befand ansteuern. Wieso das? Doch nicht etwa wegen ihr, oder? Auf Theater dieser Art hatte sie gerade wirklich keine Lust. Unangenehm berührt, senkte sie den Kopf und versuchte ihr Gesicht so gut es ging hinter dem Glas und dessen Inhalt zu verbergen. Dabei  rückte sie näher an Takuma heran, in der Hoffnung, dass die große Erscheinung eben dessen, den anderen Mann von einer weiteren Annäherung abhalten würde. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, griff sie nach dessen Hand und legte sie an ihre Taille. „Tut mir Leid, aber kannst du mir mal eben helfen?“, flüsterte sie und schaute zu Takuma auf. „Siehst du denn Schwarzhaarigen da? Der, der gerade auf uns zukommt?“, mit einem leichten Nicken deutete sie in die Richtung des näherkommenden Mannes. „Ich hab ihn eben abgewiesen und anscheinend hat er das nicht ganz verstanden. Also wenn du kurz so tun könntest, als würde da was zwischen uns laufen, wäre ich dir sehr dankbar.“ Normalerweise hätte sie ihm die Aktion jetzt mit einer weiteren Einladung auf einen Drink schmackhaft gemacht, aber er hatte ja schon klar gemacht, dass dies nicht seine Art war. „Du hast danach was gut bei mir, versprochen“, sagte sie daher nur und hoffte das Takuma sich zum einen darauf einlassen und der Andere einfach wieder kehrtmachen würde, wenn er die beiden zusammen war. Sollte es tatsächlich zu Stress kommen, würde der Abend auf unschöne Weise enden. Nicht unbedingt für sie - ihr war das Ganze nur unangenehm - aber für den Schwarzhaarigen. Sie war sich ziemlich sicher, dass obwohl sie heute alleine in die Bar gekommen war, sie nicht wirklich alleine war und Mitglieder der Gang ihres Vaters sich unauffällig unter das trinkenden Volk gemischt hatten um ein Auge auf sie zu werfen. Normalerweise mischten sie sich nicht ein, sie war schon oft feiern gewesen und es war nichts passiert. Sollten sie aber sehen, wie unwohl sich die Tochter ihres Chefs fühlte, konnte sie schlecht einschätzen was passieren würde.


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Re: Don't threaten me with a good time # Bar # 4 Mai 2017 # Takuma & Hwayoung

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