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Emiko Yoshikawa

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1 Emiko Yoshikawa am Mi Nov 29, 2017 8:45 pm



吉川 恵美子

Emiko Yoshikawa
Persönliche Daten
Vorname:Emiko
Obwohl ihr Vorname außerordentlich feminin und hübsch klingend ist, so liegt er weit hinter vielen anderen japanischen Mädchennamen. Es scheint, als habe er in den vergangenen Jahren an Bekanntheit verloren. Sein Klang war es, den die damals 9-jährige Tomoko zu ihrem Entschluss treiben mochte, ihr Kind einmal mit ihm zu verschenken, wenn es ein Mädchen würde. Wusstet ihr eigentlich, dass Emiko für "schönes Kind" steht, sich die Trägerin jedoch nicht besonders schön findet? Trotz alledem hält sie große Stücke auf ihren Vornamen. Immerhin ist er ein Geschenkt ihrer Mutter. Niemals würde sie anders heißen wollen.

Familienname:Yoshikawa
Im Lande der aufgehenden Sonne weit mehr vertreten, ist ihr Familienname, welcher sich aus den Worten "Lucky" (吉) und "River" (川) zusammensetzt. Wie viele japanische Familiennamen, steht auch er für eine Stadt, welche in der Präfektur Saitama gelegen.

Spitzname:Emi, Yoshiko
Eine bedeutende Rolle für ihren Rufname Yoshiko gibt es nicht. Eine Freundin, ist irgendwann einmal auf den Trichter gekommen, sie so zu nennen. Ein Rufname, der sich aus ihrem Familien- und Vorname zusammensetzt, neigt Emiko dazu, sich rein aus Gewohnheit mit ihm vorzustellen. Man möge ihr dies also zu verzeihen. Von den Meisten, wird sie allerdings Emi gekost und damit ist sie ebenso vollkommen zufrieden - sofern man ihr wohlgesonnen ist versteht sich. Ach ja! Wer mag, darf ihr alle möglichen Suffixe an den Kopf hauen, also: chan, tan... Eigentlich alles, was das Herz begehrt.

Alter:24 Jahre
Eine Frage, mit der wohl kaum eine Frau konfrontiert werden möchte, ist unsere Protagonistin mittlerweile schon vierundzwanzig Jahre alt. Wirklich? Wurde sie denn gestern nicht erst eingeschult? Unglaublich wie schnell die Zeit doch vergeht - es ist beinahe schon unheimlich... Gut gehalten hat sich Emiko auf alle Fälle. Der Ausweis, kommt nicht selten zum Einsatz und ist aus diesem Grund auch immer griffbereit. Der Zauber ihrer Jugendlichkeit, sollte sich allerdings verlieren, kommt man mit ihr ins Gespräch. Emi-chan weiß sich wunderbar auszudrücken und ist von gesunder Reife.

Geboren:22. September 1993 » Onomichi
Der Tag ihrer Geburt, war lau und regnerisch gleichermaßen. Tomoko stand an der Kasse eines Lebensmittelladens, als ihre Fruchtblase platze - rund drei Wochen zu früh. Mit Wehen in das nahe gelegene Kumano-Hospital eingeliefert, vermochten satte 14 Stunden für die Entbindung ihrer Mädchen verstreichen, welche mit ihrer Geburt den Herbst einläuteten. Um 0:01 Uhr, durfte die gelernte Floristin Emiko, die Erstgeborene, in ihren Armen wiegen und einige Minuten später schließlich auch Hinami. Die vergangenen Stunden aus Schmerz und purer Anstrengung, sie waren rasch vergessen. Ryozo und Miwako, waren längst zur Bett gegangen, als sie die Nachricht ihrer glücklichen Tochter aus dem Krankenhaus erreichte. Mit gerade einmal süßen "41" und 43 "cm", sowie "1137" und 1142 "g", waren die Zwillinge zwar recht zärtlich, aber dennoch wohlauf und natürlich der Stolz der Familie.

Geschlecht:
Selbst ein Blinder, würde mit hoher Sicherheit erkennen, dass es sich bei Emiko eindeutig um ein Fräulein handelt. Mit ihrem langen Haar, ihren lieblichen dunkelbraunen Augen, ihren liebreizenden Gesten und vor allem mit ihrer wunderschönen, hohen aber angenehmen Stimme, weiß sie die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Emi-chan, macht ihrem Geschlecht aller Ehre. Sie ist von Natur aus hübsch anzusehen und legt Make up auch wirklich nur für besondere Anlässe auf. Nur auf den Lippenstift, scheint sie nicht verzichten zu können.

Sternzeichen:Jungfrau
Eigentlich hätten Emiko und ihre Schwester im Sternzeichen Waage das Licht der Welt erblicken sollen, doch das Schicksal hat es eben anders mit ihnen gemeint. Ob man der Astrologie Glauben schenkt oder nicht, so lädt sie doch immer wieder zum faszinieren ein. Auch Emiko, setzt sich (wenn auch heimlich) gerne mit ihr auseinander und macht ihrem Sternzeichen, oh Wunder, aller Ehre. Wobei... Sie könnte auch ein Stier sein. Und... Wäre auch noch ein Platz für ein Fischlein frei?

Tierkreiszeichen:Hahn
Hahngeborene sind lebendige und oftmals enthusiastische Menschen. Sie verfügen über Witz, Mut und Lebensfreude, sind aber im Umgang mit ihren Worten manchmal unbedacht bis scharfzüngig. Hähne lieben große Inszenierungen ihrer Persönlichkeit, können dadurch auch schon mal pompös oder prahlerisch wirken. Sie legen viel Wert auf ihr Aussehen und investieren viel Zeit in Gesundheitserhaltung und Körperpflege. Oft sind Menschen, die im Zeichen des Hahnes geboren wurden, Perfektionisten in vielen Bereichen ihres Lebens. Sie neigen dazu, ihre persönlichen Ansprüche zum Maß aller Dinge zu machen. Besonders in Momenten des eigenen Erfolgs, lassen sie andere gerne Hochmut und Ungeduld spüren, vor allem wenn diese scheinbar den Anforderungen der Hähne nicht gerecht wurden. Die unter dem Zeichen des Hahns Geborenen verfügen über große Energien, die sie gerne mit anderen teilen. Sie können sehr geschickt sein und sind stets bereit, Vorteile zu erkennen und zu nutzen. Sie sind fleißig und enthusiastisch, wenn sie sich einmal etwas vorgenommen haben. Der Hahn steht zu seinen Entscheidungen und ist stets bemüht, Wort zu halten. Man kann sich meistens wunderbar auf ihn verlassen.

Nationalität:Japanisch
Ein niedlicher O-Bein-Gang, hinreißend süße Mandelaugen, übertriebene Höflichkeit und ein Dauerlächeln, welches seinem Gegenüber das wunderbare Gefühl von willkommen sein schenkt - Ohne Zweifel: Emiko ist eine Vollblut-Japanerin, wie sie im Buche steht, nur mit dem Unterschied, dass sie mit dem Heute gewachsen ist und was soll daran verwerflich? Immerhin gehört die Ära des gleich Aussehens selbst im Lande der aufgehenden Sonne längst der Vergangenheit an.

Blutgruppe:AB
Handelt wie ein B Mensch und denkt wie ein A Mensch. Ist verständnisvoll und mitfühlend, freundlich und hilfsbereit, aber ebenso vorsichtig und überlegend. Menschen mit der Blutgruppe AB, haben einen starken Überlegenheitskomplex. Sind erfolgreich, jedoch nicht auf Dauer. Sie sind vielsichtig, stolz, diplomatisch und sehr kritisch veranlagt.

Wohnort:Meguro » Nakameguro » Süd-Tokyo
Emiko war sich bewusst, welches Opfer sie mit dem verlassen ihrer Heimat bringen würde. Fünf Jahre ist es nun her, als es die Linkshänderin mit ihrem Traum eine erfolgreiche Violinistin zu werden, nach Tokyo zog. Hier, in der Millionenmetropole ist sie zu Hause - die Tōkyō Geijutsu Daigaku - einer der angesehensten Universitäten für Musik. Mit Hilfe einer Chat-Freundin, konnte sich Emiko eine kleine Wohnung sichern, welche in Nakameguro einem kleinen Viertel in Meguro gelegen. Kostengünstig, wenn man über die bröckelnde Fassade des alten Plattenbaus (erbaut 1956) und den dünnen Wänden hinwegsehen kann. Die junge Frau, welche der unteren Mittelschicht zuteile ist, weiß sich dennoch glücklich zu schätzen, denn die nächste Option, wäre wohl ohne jeden Zweifel ein Pappkarton gewesen. Nun, es gibt schlimmeres, als seine Nachbarn reden und stöhnen zu hören. Denn seien wir mal ehrlich: Jedes Paradies hat seine Schlange, oder etwa nicht?

Beruf:Musikstudentin, Kellnerin, Prostituierte
Um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, arbeitete ich nebenberuflich als Kellnerin in einer Bar, welche zum späten Abend öffnete. Die Besucher, adrette Damen und Herren, waren immer sehr freundlich und kamen mir mit Trinkgeldern entgegen. Ich fühlte mich wohl, hier, im "New Moon". Irgendwann aber, landeten immer mehr Rechnungen in meinen Briefkasten, die es zu bezahlen galt. Und eines Abends, sprach mich dieser Mann, ein Stammgast, an der Theke an. Es schien, als konnte er die finanzielle Sorge in meinen Augen lesen. Ich könnte es so einfach haben, wenn ich meinen Körper für Geld verkaufen würde; wenn ich mich ihm hingeben würde - hier, in einem der Zimmer im Obergeschoss. Ich sagte ihm, dass ich nicht verstehen würde worauf er hinauswolle. Ich sollte alles Weitere mit meinem Chef bereden, es würde keinerlei Probleme geben. Seine Worte gaben mir zu denken. Aber irgendetwas sagte mir, dass ich dieses Gespräch so schnell wie möglich verdrängen sollte. Doch schon bald begann ich zu ahnen, was mir der Fremde an diesem Abend sagen wollte. Die Zimmer im Obergeschoss, sie dienten den Gästen in erster Linie nicht, wie ich immerzu geglaubt hatte, zum nächtigen, sondern für Liebesspiele mit dem weiblichen Personal. Ich war dumm, aber vielleicht wollte ich es einfach auch nicht ahnen. Es ging bisher immer alles mit rechten Dingen zu. Bereits an meinem ersten Arbeitstag, vermochte alles seriös zu wirken, viel zu seriös. Ich redete mir ein, nichts gesehen zu haben. Trotz meiner finanziellen Notlage, schreckte mich der Gedanke an ein Leben im Milieu ab. Aber als ich mit der Miete schließlich im Rückstand war und meine Schulden nicht mehr begleichen konnte, da wusste ich einfach keinen Ausweg. Ich stand dort, im New Moon, als Prostituierte und Er war mein erster Kunde. Er hat mich wie eine Prinzessin behandelt. Ich habe versucht, mich so stark wie möglich zu geben, aber ich wünschte, ich wäre ohnmächtig geworden. Über meinen wahren Nebenberuf, vermag ich kein Wort zu verlieren. Keiner meiner Familienmitglieder und Freunde, ist im Wissen darüber, was ich nach Anbruch der Dunkelheit betreibe und das soll auch so bleiben. Seit meinem Aufstieg von Kellnerin zur Prostituierte, ist eine Menge geschehen. Und heute? Nun, ich bin mittlerweile vierundzwanzig Jahre alt und kann ohne weiteres behaupten, dass ich mehr Sex habe, als ich will. Niemals habe ich auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass ich einmal so tief sinken würde. Das Geld macht es erträglich, aber es ist nicht das, was ich wollte.

sexuelle Orientierung:heterosexuell
Es hat in der Tat schon die ein oder andere Dame gegeben, die sich in Emikos Bettchen verirrt hat. Verliebt, hat sie sich jedoch in keine von ihnen. Kunden (und davon ist sie überzeugt), ob männlich oder weiblich, kann man einfach nicht lieben. Nur Männern, vermochte es bis heute gelingen, ihre Hormone verrückt spielen zu lassen. Zwar ist Yoshikawa der Homosexualität gegenüber aufgeschlossen, fühlt sich zu ihrem eigenen Geschlecht bislang aber nicht angezogen.

Beziehungsstand:Single
Wusstet ihr eigentlich, dass Emiko in Punkto Beziehung so gut wie keine Erfahrung hat, obwohl ihr das Schwärmen, wie vielen anderen Frauen in die Wiege gelegt wurde? Dabei wird gerade sie nicht selten von Amors Pfeil getroffen. Zuletzt war sie unsterblich in einen Studienkollegen verliebt. Alleine nur seine warme Stimme, vermochte ihr Seelenheil vollkommen außer Kontrolle geraten zu lassen. Schüchtern wie sie jedoch ist, gelang es ihr nicht auch nur einen Schritt auf ihn zu wagen. Nun ist er fort, auf Nimmerwiedersehen - Pech gehabt. In ihrer Berufung als Prostituierte, genießt Emiko jede Menge unkomplizierten Sex, doch sehnt sie sich nach einem Mann, der sie beschützt, sie in seine Arme nimmt und ihr Geborgenheit schenkt; dem sie sich aus freien Stücken hingeben kann - für immer. Jenes Schwelgen, träumend von einem Prinzen auf dem weißen Pferd, der sie auf Händen tragen möge.

Größe: 1,57 Meter
Haarfarbe: dunkelbraun
Gewicht: 39 kg
Augenfarbe: dunkelbraun




Statur
Sie ist ein zierliches Geschöpf, welches passend zu ihrem feingliedrigen Leib weder eine üppige Oberweite, noch sonstige ansehendliche Rundungen ihr eigen nennen kann.
Merkmale
Ausgenommen in ihrer Berufung, legt Emi-chan keinen großen Wert auf Make up, denn sie benötigt ihn nicht. Allerdings greift sie gerne auf den guten alten Lippenstift zurück.

Familieninfos
Mutter:Yoshikawa, Tomoko †
Eine wunderschöne liebreizende Frau, welche ihre Töchter im Alter von 18 Jahren zur Welt brachte und ohne ihren Vater großziehen musste. Wird im Jahre 2001 mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus von Onomichi eingeliefert, verstirbt aber noch in der selben Nacht. Emiko und ihre Mutter, pflegten eine herzliche Beziehung zueinander. Sie leidet auch heute noch an den Folgen ihres Todes.

Vater:Onodera, Shinichiro (?)
Er ließ Tomoko sitzen, als er von ihrer Schwangerschaft erfahren hatte. In seinem Abschiedsbrief die Worte, dass er sich für Kinder nicht bereit fühle und sich außerdem seiner Ehefrau nicht entziehen könnte. Gleichermaßen beteuerte er seine Liebe zu der jungen Floristin, wünsche ihr alles Glück dieser Welt. Emiko weiß nicht viel über ihren Erzeuger. Letztendlich war sogar sein Name eine Lüge. Trotz alledem sehnt sie sich sehr nach dem Mann, der sie und Hinami verleumdet. Tomokos Liebe zu Shinichiro, ging über ihren Tod hinaus.

Schwester:Yoshikawa, Hinami †
Emikos Ebenbild und große Liebe gleichermaßen. Einst so stark - zerbrochen an dem Verlust ihrer Mutter. Zu schwach für diese Welt, vom Leben erdrückt, zog sie sich feige zurück. Stürzte sich im Jahre 2004 vor den Augen ihrer Schwester von einer Brücke. Ihr Freitod, hatte Emi-chans zerrüttetem Leben erneut schwer zugesetzt. Noch heute, gibt sie sich die Schuld an ihrem Tod.

Großvater:Yoshikawa, Ryozo; 57 Jahre; Koch
Ein stets gut gelaunter Geselle, der seine Enkel liebevoll aufzog. Ist für Emiko der Fels in der Brandung. Wirft gerne mit schwarzem Humor um sich. Ist starker Raucher und pflegt eine Vorliebe für Lakritzschnecken.

Großmutter:Yoshikawa, Miwako; 57 Jahre; Konditoreifachverkäuferin
Ryozos Jugendliebe, auch bekannt als der (Haus) Drache vom Yoshikawa-Clan. Eine strenge, direkte Frau, mit dem Herz am rechten Fleck. Verfällt stets in Hysterie, wenn es um Emikos Wohlergehen geht; ist immerzu besorgt um sie und lässt ihr jeden Monat ein Päckchen mit Verpflegung zukommen.

Sonstige:Tanuki & Chihiro; Kätzchen; ca. 3 Monate alt
Zwei mutterlose Katzenjunge (wohlmöglich Geschwister), die sie vor dem Hungertod bewahrte. Emiko hatte zunächst keinerlei Gedanken daran verschwendet sie auf Dauer in ihrer Obhut zu wiegen. Mittlerweile kann sie sich ein Leben ohne ihre beiden lebhaften Freunde allerdings nicht mehr vorstellen. Tanuki und seine Schwester, sind Emi-chans Ein und Alles. Sie würde eher selbst hungern, wenn das Geld zuneige geht - Hauptsache den Kätzchen geht es gut.

Charakter
Stärken
» liebevoll
» loyal
» bescheiden
» respektvoll
» geduldig
» tolerant
» sorgfältig
» empathisch
» beweglich
» warmherzig
» kreativ
» fantasievoll
» ordentlich
» fürsorglich
» pflichtbewusst
» Fingergeschick
» zuverlässig
» ehrgeizig
» vertrauenswürdig
» schauspielerisch
» aufopferungsvoll
» Kochen & Backen
» freundlich & höflich
» verantwortungsbewusst
» aufmerksame Zuhörerin
Vorlieben
» Feste
» Wärme
» Sushi
» Katzen
» Freiheit
» Origami
» Schnee
» Kinder
» das Meer
» Plüschtiere
» Kleider
» Lippenstift
» Pastelltöne
» Zeichnen
» Farbspiele
» Bilderbücher
» Harmonie
» Süßigkeiten
» Fotografieren
» Bummeln
» Unternehmungen
» Romantik
» Weihnachtszeit
» Pusteblumen
» Kerzenlicht
» Mädchenhaftes
» Tagträumen
» Kirschblüten
» Rüschen & Spitze
» Violinespielen
» absätzige Schuhe
» Kochen & Backen
» Familie & Freunde
» angenehme Gespräche
» Sonnenuntergänge
» Frisuren zaubern
» Arm- & Fußkettchen
» humorvolle Menschen
Schwächen
» labil
» zart besaitet
» gutgläubig
» schüchtern
» selbstkritisch
» verträumt
» Nervosität
» zurückhaltend
» Selbstzweifel
» Verlegenheit
» unterschätzbar
» Depressionen
» "Nein" sagen
» kälteempfindlich
» wird schnell rot
» Versagensängste
» Existenzängste
» Verlustängste
» intensives Nachdenken
» schwaches Immunsystem
» ein wenig tollpatschig
» mangelndes Selbstbewusstsein
» mangelndes Durchsetzungsvermögen
» Minderwertigkeitskomplexe
» stellt das Wohl anderer über ihr eigenes
Abneigungen
» Lärm
» Gewalt
» Vorurteile
» Zeitdruck
» Untreue
» Verspätungen
» Choleriker
» Machos
» Peinlichkeiten
» Lästereien
» Blut sehen
» Kälte
» Lügen
» Unwetter
» Mathematik
» Krieg
» Sirenen
» Peinlichkeiten
» Muttertag
» Rassismus
» eingeengt werden
» Diskussionen
» ausgenutzt werden
» Vorhaltungen
» ihren Nebenberuf
» Streitereien
» Krankenhäuser
» tiefe Gewässer
» Unordnung
» Spaßbremsen
» Aufdringlichkeit
» Menschenmengen
» früh aufstehen
» Respektlosigkeit
» Ungerechtigkeiten
» Oberflächlichkeit
» unhygienische Zustände
» Unannehmlichkeiten
Wusstest du schon, dass...
» Emi-chan an einem Mittwoch geboren wurde?
» sie Linkshänderin ist?
» ihre Blutgruppe, sowie Rhesusfaktor äußerst selten sind?
» sie von wunderschöner, hoher, aber angenehmer Stimme ist?
» ihr psychisches Befinden einen bedeutenden Einfluss auf ihren Hunger hat?
» sie manchmal eine Brille zum Lesen benötigt?
» ihr das Gestikulieren im Blut liegt?
» sie oft von Alpträumen übermannt wird?
» sie sich nur schwer von Kleidungsstücken trennen kann?
» die junge Frau gerne auf ihrem türkisfarbenen Fahrrad unterwegs ist?
» sie sich auf der Mittelschule zum ersten Mal verliebte?
» sie auf ihren Schwarm allerdings keinen Schritt wagte?
» sehr empfindlich reagiert, wenn man sie auf ihr Gewicht anspricht?
» sie Weihnachten am liebsten im Sommer feiern würde, weil sie so kälteempfindlich ist?
» sie ungern auf Englisch kommuniziert, weil sie mit der Aussprache nicht zurecht kommt?

Vergangenheit
Lebenslauf:

Nicht alleine...

Unsere Mutter hat uns einmal erzählt, dass der Tag unserer Geburt der ihres größten Glückes war. Mein Name ist Emiko Yoshikawa und ich erblickte am 22. September 1993 in Onomichi das Licht der Welt. Aber ich war nicht alleine. Meine Zwillingsschwester Hinami, wurde einige Minuten nach mir geboren. Aber das hatte nichts zu sagen. Sie war schon immer die Stärkere von uns beiden - selbstbewusst, temperamentvoll und außerordentlich durchsetzungsfähig, aber genauso liebevoll und aufopfernd. Sie war eine Schwester, wie man sie sich nur wünschen konnte. Hinami und ich, waren wie viele Zwillinge zu früh geboren worden. Drei Wochen, um genau zu sein. Aber wir waren gesund und entwickelten uns prächtig. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass es Hinami-chan unserer Mutter nicht immer einfach gemacht hat. Sie war immerzu energiegeladen und unheimlich ausdauernd gleichermaßen. Ständig hat sie irgendwelche Dummheiten getrieben, nur um die Zeit des zu Bett gehens in die Länge hinauszuzögern und diesen Kampf, hat sie auch so gut wie immer gewonnen. Ich bin mir sicher, dass sie es nur getan hat, um die Aufmerksamkeit unserer Mutter ganz für sich alleine beanspruchen zu können. Hat sie Hinami nämlich angeboten bei ihr am Bettchen zu verweilen, zeigte sie sich auf einmal brav und einsichtig.

Wo ist Papa...?
Eine schmerzhafte Frage


An unserem ersten Tag im Kindergarten, fiel uns auf, dass alle Kinder mit ihren Müttern und Vätern erschienen waren - nur wir nicht. Wir hatten keinen Papa. Als Hinami unsere Mutter einmal nach ihm fragte, da brach sie in Tränen aus. Wir saßen am Küchentisch und aßen zu Abend, als sie aufgesprungen war, um aus der Räumlichkeit zu eilen. Da wurde uns klar, dass Mama diese Frage sehr verletzte. Ich sah Hinami an, wie schlecht es ihr damit ging, was sie getan hatte. Sie blickte mich ganz erschrocken mit offenem Mund an - in ihrer rechten Hand, hielt sie noch immer den Löffel, mit dem wir die Suppe aßen. Es war nicht Hinamis Absicht, sie zum weinen zu bringen. Sie hat unsere Mutter kurz darauf die Frage gestellt, ob sie, sie nun nicht mehr haben wollen würde. Mama hat sich ihre Tränen aus dem Gesicht gewischt und gelächelt. Nein, so etwas darfst du niemals denken, sagte sie und nahm uns in die Arme. Ich liebte es, wenn Mama uns umarmte. Ich fühlte mich immer geborgen, wenn sie das tat. Sie duftete immer so schön.

Wir würden Mama nie wieder nach unserem Vater fragen, dass schworen Hinami und ich uns.

Die Jahre, wie sie vergehen

Meine Schwester, freute sich riesig auf den Tag ihrer Einschulung. Sie konnte es kaum erwarten. Endlich hatte das Kleinkind-Image über das sie sich immerzu geärgert hatte ein Ende. Ich dagegen, fürchtete diesen Tag; wäre am liebsten in meiner gewohnten Umgebung geblieben. Ich hatte Angst, dass ich mit vollkommen fremden Kindern in einer Klasse sitzen würde und leider bewahrheitete sich diese Angst auch. Meine Freunde, gingen auf die Matsubara-Grundschule. Eigentlich hatte ich bis zum Ende der Sommerferien damit gerechnet, dass ich und meine Schwester diese ebenfalls besuchen würden, aber weil meine Mutter diese Schule selbst einmal besucht und negative Erfahrungen gemacht hatte, kamen wir auf die Tamamoro-Grundschule. Es war einfach furchtbar. Ich habe mich sprichwörtlich wie in einem falschen Film gefühlt. Ich hatte ohnehin Probleme, mich in einer neuen Umgebung einzuleben. Hinami war natürlich gelassen wie eh und je. Sie trachtete dem Unbekannten furchtlos in die Augen. ,,Jetzt geht's los!”, rief sie, als der große Tag endlich vor der Tür stand. Auf dem Einschulungsfoto, standen Hinami und ich ganz vorne, weil wir die Kleinsten waren. Ja, wir vermochten für 7-jährige wirklich sehr klein zu sein, aber eigentlich waren wir das immer. Die Eltern der anderen Kinder, fanden uns ziemlich niedlich zusammen. Sie sahen einen an, als käme man von einem anderen Stern... Ich war schon lange nicht mehr so geliebäugelt worden, wie an diesem Tag...

Meine Schwester und ich, saßen im Unterricht in der ersten Reihe. Hinami-chan hatte unheimliche Probleme, konzentriert zu bleiben. Es gab immer etwas, was ihre Aufmerksamkeit beanspruchte. Sie war im Schriftlichen nicht so gut wie ich, machte das alles aber mit dem Mündlichen wieder wett. Ich dagegen, wollte nie auffallen. Es war mir unangenehm, warfen mich die Lehrer ins eiskalte Nass, riefen sie mich zu einer Antwort auf. Na siehst du, das war doch gar nicht so schwer, oder Emiko-chan? Du wusstest die Antwort doch. Es war natürlich schwer, sich in einen Angsthasen hineinzuversetzen, wenn das Reden schwingen eine Routine. Die anderen Kinder lachten immer, wenn ich hochrot anlief und zu stottern begann - das taten sie zumindest in der ersten Zeit. Hinami beschützte mich, wie eine Löwin. Sie bewies, dass sie es war, die, die Hosen anhatte und schon bald trauten sich die Kinder nicht mehr, über mich zu lachen. Ich bin mir sicher, dass sie es gar nicht so gemeint hatten. Ich hätte wahrscheinlich am lautesten über mich selbst gelacht. Jeden Dienstag, hatten wir Musikunterricht, bei Herr Watanabe, der so schön Violine spielte. Es war ein schwieriges Instrument und ich verliebte mich darin. Ich wollte unbedingt Violine spielen lernen und so besuchte ich die Musik-AG. Mein Opa, schenkte mir eine Violine, die er vor vielen Jahren auf einem Trödelmarkt gekauft hatte. Er hat aus dem alten Ding noch etwas schönes gemacht, ehe er mich mit ihr überrascht hat und ich besitze sie auch heute noch. Meine Schwester, begeisterte sich dagegen weniger für die Musik. Sie schrieb sich für die Sport-AG ein.

,,Das ist nicht unsere Mutter... Mama schläft nie, wenn wir bei ihr sind..." (Hinami)

Blumengeschäft in Flammen
Onomichi - Mittwoch, 14. November 2001

Verkäuferin wird mit schweren Brandverletzungen ins Nakatsu-Hospital eingeliefert, verstirbt aber noch in der selben Nacht. Sie hinterlässt zwei Kinder im Alter von acht Jahren. Bis jetzt ist unklar, ob es sich bei dem Feuer, welches sich in den Morgenstunden ereignete um Fremdeinwirkung handelt. Die Kripo ermittelt.

Ich erinnere mich daran, als wäre es erst gestern gewesen. Hinami und ich, schrieben gerade eine Mathematikarbeit, als sich die Tür zu unserem Klassenzimmer öffnete und Herr Kurosawa der Direktor eintrat. Ich und Hinami-chan müssten mit ihm kommen, es sei wichtig - unsere Mutter läge im Krankenhaus und Oma und Opa würden uns abholen kommen. Wir sollten nicht viele Fragen stellen. Ich spürte, dass etwas sehr schlimmes vorgefallen sein musste. Man holte kein Kind aus dem Unterricht, wenn es nicht etwas ernstes war. Anspannung lag in der Luft. Ich beobachtete Hinami während Fahrt zum Krankenhaus. Sie saß an der rechten Fensterseite und gab keinen Ton von sich, aber ihr Blick sagte mir, dass sie ebenfalls spürte, dass es sehr ernst sein musste. Aber ich sah vermutlich auch so aus, wenn es in mir arbeitete und wie sollte es auch anders sein? - Immerhin waren wir Zwillinge. Ich wollte etwas sagen, aber es gelang mir nicht auch nur annähernd einen Ton herauszubringen, um die Stille zu brechen. Ich spürte, dass das jetzt nicht der richtige Augenblick dafür war, obwohl es mir doch so sehr auf dem Herzen lag. Meine Mutter sah schrecklich aus. Sie lag dort und hatte Verbrennungen am ganzen Körper. Sie war nicht mehr die Frau, die uns am Morgen mit ihrem wunderschönen Lächeln weckte und der die Männer nachtrachteten. Ein Großteil ihrer Haut, war verbrannt. Die Ärzte hatten sie ins künstliche Koma verlegt, damit sie die Schmerzen nicht ertragen musste. Dieser Anblick war viel zu viel, als dass mein Herz ertragen konnte. Ich sagte, dass Hinami-chan und ich wieder in die Schule müssten, um die Mathematikarbeit weiter zu schreiben, so geschockt war ich. Ehrlich gesagt, empfinde ich auch heute noch eine tiefe Scham, denke ich an diesen Satz zurück. Unsere Mutter, lag auf der Intensivstation und stand rund um die Uhr unter Beobachtung. Wir glaubten, dass sie schon bald die Augen wieder öffnen und alles wieder gut werden würde. Am nächsten Morgen jedoch, verkündete Oma, dass Mama nie wieder die Augen öffnen würde. Der liebe Gott habe sie abgeholt. Nein, das konnte nicht sein... Gott tat so etwas nicht. Das konnte alles nur ein böser Traum sein und wenn ich aufwachen würde, dann wäre sie wieder da und würde mit Hinami diskutieren. Brennende Gebäude, Menschen die von Flammen verschlungen werden - so etwas sah man doch nur im Fernsehen... Als unsere Mutter einige Tage nach ihrer Einäscherung mit der Urne in die Erde herabgelassen wurde, war ich vollkommen erstart. Ich konnte nicht weinen, nichts sagen. Ich weiß nicht einmal, was mit Hinami war - ob sie geweint, oder ebenfalls geschwiegen hat. Ich war da und irgendwie doch nicht so. Ich stand einfach nur da, mit weit aufgerissenen Augen. Wie ein Monster habe ich mich gefühlt - wie ein gefühlskaltes Monster. Es war alles so leer in mir.

Grausame Welt

Der Tod und vor allem der grauenvolle Anblick unserer Mutter, hatte sich in meinem Kopf eingebrannt. Beinahe jede Nacht, wurde ich von Alpträumen übermannt, die mich sogar haben fiebern lassen. Ich hatte große Angst vor der Dunkelheit entwickelt, sodass ich alleine nicht mehr schlafen konnte. Hinami war immer für mich da. Jede Nacht, kroch ich zu ihr ins Bettchen. Sie weckte mich, wenn sie bemerkte, dass ich wieder schlecht zu träumen, oder mit den Zähnen zu knirschen begann - doch vermochte sie es immer liebevoll zu tun. ,,Emi-chan, Emi-chan, wach auf... Es ist alles in Ordnung, ich bin ja bei dir, du brauchst keine Angst zu haben“, beruhigte sie immer. Am nächsten Morgen, war sie dann oft vollkommen übermüdet. Ich hatte immer größere Probleme, dem Unterrichtsstoff zu folgen und irgendwann bekamen meine Großeltern Post von der Schule. Meine Leistungen stünden auf der Kippe, gleichzeitig schrieben sie, dass ihnen mein Gesundheitszustand Sorgen bereiten würde. Ich hatte abgenommen, dass bemerkte ich selbst, aber ich konnte nichts dagegen tun. Die Trauer zerfraß mich und nahm mir meinen Appetit. Oma und Opa, waren über den Brief von der Schule nicht wütend. Im Gegenteil. Sie waren so lieb, denn sie verstanden, in welcher Situation ich und meine Schwester uns befanden. Diese Welt ist so grausam. Sie verfährt ungemein hart mit seinen Schützlingen. Einfach weitermachen wie bisher - irgendwann muss jeder mal sterben...

Eines Tages, fand ich das Tagebuch unserer Mutter. Und ich erfuhr endlich, wer mein Vater war, aber ich wünschte, ich hätte meiner Neugierde niemals nachgegeben. Er wollte nichts von uns wissen. Unsere Mutter, hat ihn bis zum Schluss geliebt und darauf gehofft, dass er zu uns zurückkehren würde. Es war so gemein... Die Hoffnung, dass Papa mich und Hinami-chan irgendwo doch liebte, sie war von einer auf die nächste Sekunde vom Nichts verschlungen. Ich beschloss meiner Schwester, niemals davon zu erzählen.

Freitag, 26. August 2005
Lebe wohl...
Und die Starke zieht sich feige zurück...


Selbst nach dem Tod unserer Mutter, vermochte sich Hinami unglaublich stark zu geben. Die Kinder in unserer Klasse, überraschte das sehr. Sie tuschelten untereinander. Ihr Tod, wäre für sie nicht von Bedeutung - es kümmere sie nicht. Aber das stimmte nicht. Hinami-chan liebte unsere Mutter über alles. Sie war einfach nur wie Oma. Sie gab sich stark, obwohl sie am Boden zerstört war. Es arbeitete in ihr und je mehr die Jahre ins Land zogen, desto unbeständiger vermochte sie zu werden. Hinami begann den 13. Mai zu hassen. Sie hatte große Angst vor dem Tag, an dem die Kinder in unserer Klasse Geschenke für ihre Mutter bastelten und ich hasste ihn ebenfalls. Meine Schwester, hatte sich vollkommen verändert. Sie war viel leichter zu reizen und hatte irgendwann keinerlei Hemmungen mehr, sich mit anderen Kindern zu prügeln. Irgendwann drohte ihr der Schulverweis und sie musste zum Schulpsychologen, aber auch er kam nicht an sie heran. Sie war eine Rebellin ohnegleichen geworden und ich konnte nichts tun, um sie in ihrer Trauer - ihrer Verzweiflung auffangen zu können. Ich selbst, war einfach viel zu unbeständig. Dass Hinami unserer Mutter eines Tages in den Tod folgen würde, daran hätte ich niemals zu denken gewagt. Es war der 26. August 2005, Donnerstag, angenehm warm. Wir befanden uns auf dem Nachhauseweg von der Schule. Hinami-chan gab merkwürdige Dinge von sich. Sie hätte sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema Tod beschäftigt. Ich wünschte, mir wäre vorher aufgefallen, dass etwas nicht in Ordnung war. Auf mich wirkte Hinami, als wäre sie mit sich im Reinen. Ihre Stimme war so unglaublich sanft. Sie schien seit langem mal wieder richtig ausgelassen zu sein. Aber dann kam diese Brücke. Hinami legte offen, dass sie in den letzten Tagen sehr oft hier war und dass es ihr hier gefallen würde. Sie stieg plötzlich auf das Geländer. Ich sagte ihr, dass sie dort bitte herunterkommen sollte, aber sie hörte nicht auf mich. Stattdessen lächelte sie mich an. Die Angst begann sich in meiner Magengegend festzukrallen. Aus Bitten, war Flehen geworden. Hinami-chan jedoch, blickte von dort oben einfach nur auf mich herab. Aus ihrem Munde die Worte, dass sie mich immer lieben und bei Mutter auf mich warten würde. Ich solle ihr nicht böse sein. Dann ließ sie sich fallen. Sie war sofort tot...

Nun war sie also fort. In meinen Augen, war sie die Starke und die, die mich vor allem beschützte, aber mit den Gedanken, war sie bereits beim Tod.

Konnten sie das nicht verstehen...?

Nach dem Tod meiner Schwester, begann ich Angstneurosen zu entwickeln. Ich konnte das Haus nicht mehr verlassen, denn der Gedanke diese Leute würden mir wieder ihr Beileid aussprechen, machten mich krank. Ich weiß, dass sie es allesamt nur gut meinten, aber ich wollte nicht, dass sie das tun. Denn wenn sie es taten, kam alles wieder auf mich zu - Der 26. August, das Gespräch, was wir auf dem Nachhauseweg miteinander geführt hatten, der Augenblick, als sie auf das Brückengeländer stieg und wie sie sich in den Tod stürzte. Es spielte keine Rolle, vermochte das Beileid von Herzen oder von Heuchelei zu sein - es schmerzte gleichermaßen. Es war so, als ob jemand in einer Wunder herumstochern würde, so lange, bis sie wieder zu bluten begann. Ich erinnerte mich daran, dass Hinami-chan nach dem Tod unserer Mutter ähnlich reagiert hatte. Sie hüllte sich in Unantastbarkeit und Stärke, nur um nicht an ihre Schwere erinnert zu werden. Ich war sie geworden. Nun verstand ich es. Jedoch... Warum musste es überhaupt so weit kommen? Ich machte mir Vorwürfe. Warum habe ich es nicht bemerkt? Meine Großeltern, gaben sich die beste Mühe, nicht durchzudrehen. Sie hatten alles im Griff. Heute weiß ich allerdings, dass sie einfach nur funktionierten. Sie wollten stark bleiben, mir zu Liebe. Selbst meinen Geburtstag, versuchten sie mir zu versüßen. Wir gingen gemeinsam in die Eisdiele und ich aß einen riesigen Eisbecher, den ich schon immer mal probieren wollte. Anschließend gingen wir zum Picknicken in den Park. Ich beobachtete die anderen Kinder um mich herum, wie sie miteinander lachten, aber ich konnte es nicht ertragen, denn es war nicht Hinami-chans Lachen. Meine Schwester, war nicht einmal einen Monat tot und Oma und Opa opferten sich so sehr für mich, obwohl es ihnen so schlecht ging. Ich versuchte mich aufzuraffen. Es war nicht fair gegen ihnen über, mich jetzt vollkommen aufzugeben, wo sie sich so sehr für mich aufopferten. Ich klemmte mich hinter die Schulbücher, um zu lernen, denn ich wollte, dass sie sagen konnten, dass ihre Enkelin eine fleißige Schülerin war. Das Lernen und das Violinespielen, verhalfen mir ein wenig, meinen Schmerz zu verdrängen. Ich wollte, dass meine Großeltern stolz auf mich sein konnten, denn das war ich ihnen schuldig. Vor allem aber wollte ich, dass Mama und Hinami-chan stolz auf mich sein konnten - so sehr...

,,Mrs. Tanaka sagte immer, ich sei eine der motiviertesten Studentinnen."

Nach Beendigung der Mittelschule, war ich entschlossen, meinen Traum von einer Karriere als Violinistin zu leben. Ich hatte schon ein paar Monate zuvor nach einer geeigneten Universität recherchiert und sie in Tokyo gefunden. Meine Großeltern warnten mich. Ein Studium an einer Universität wie dieser, wäre unsagbar teuer - von den Mieten der Wohnungen ganz zu schweigen. Ich sollte mir lieber in Onomichi einen Studienplatz suchen, dann würde zumindest die Miete für die Wohnung wegfallen. Nun, wir waren nie reich. Selbst zu Lebzeiten meiner Mutter, waren wir dazu gezwungen, unsere Ausgaben streng im Auge zu behalten. Ich war zu dieser Zeit allerdings stur genug, um meinem Bauchgefühl Folge zu leisten. Ich habe mich immer sehr wohl in Onomichi gefühlt, aber ich wusste, dass ich Opfer bringen musste, wenn ich an eine der angesehensten Universitäten studieren wollte. Ich besuchte die Oberschule in meiner Heimat und jobbte nebenher als Kellnerin in einem Eiscafe, um später einmal Rücklagen in Tokyo zu besitzen. Das war eine anstrengende Zeit, aber ich biss die Zähne zusammen, denn ich wusste, dass ich mich später einmal glücklich darüber schätzen würde. Ich suchte im Internet nach einer Wohnung in der Hauptstadt Japans und konnte sie mit Hilfe einer Chatfreundin finden und sichern. Nachdem ich die Aufnahmeprüfung an der "Tōkyō Geijutsu Daigaku" abgelegt und zu meiner Erleichterung auch bestanden hatte, bewarb ich mich nebenberuflich als Kellnerin in einer Bar, die sich New Moon nannte und bekam die Stelle. Man konnte wohl sagen, dass auch ich endlich einmal vom Glück geküsst wurde. Von meinem ersparten Geld, finanzierte ich meinen Umzug nach Tokyo. Zu meiner Überraschung, erwies sich meine Bleibe, welche in Meguro gelegen, als ein Plattenbau, dessen Fassade schon sehr viele Jahre gesehen hatte. Das war wohl der ausschlaggebende Grund für die angemessene Miete. Der Aufzug, war bereits am ersten Tag defekt und so musste ich die Treppe ins 7. Stockwerk nutzen. Der Hausmeister, ein älterer Herr, entschuldigte sich inständig bei mir. In einigen Tagen, wäre alles wieder in Ordnung. Aber eigentlich hatte ich bei dem Gedanken den Aufzug zu nutzen, ein ungutes Gefühl. ,,Es ist alles in bester Ordnung”, sagte ich. ,,Sie müssen sich nicht entschuldigen.” Das sagte ich immer. Meine Freunde, konnten das nie für gut heißen. ,,Manchmal ist eine Entschuldigung wirklich angebracht. Auch du hast ein Recht darauf zu bestehen.” Ich weiß, ich weiß... Ich stellte fest, dass meine Wohnung nicht der Quadratmeterzahl entsprach, wie sie im Netz beschrieben war. Sie war kleiner. Ein winziger Balkon, mit einem rostigen Geländer, Fenster mit Milchglasfolie, eine graue alte Fassade - Danchi-Life. Aber ich konnte mich nicht beschweren. Ich hatte ein Dach über dem Kopf, dass ich von meinem Gehalt als Kellnerin bezahlen konnte. Die Bar in der ich arbeitete, war ein edles Ambiente, welches zum späten Abend öffnete. Die Gäste, alles schick gekleidete Männer und Frauen, waren bereits am ersten Abend sehr freundlich zu mir und versuchten mich in Gespräche einzuwickeln. ,,Wie alt bist du? Wirklich...? Du siehst aber sehr jung aus...” ,,Du kommst also aus Onomichi?” Sie schienen sehr interessiert zu sein. Neues Personal, kannte man hier wohl selten. Ich schämte mich ein wenig. Diese Leute waren alle so schön hergerichtet. Ich fühlte mich dem nicht gerecht, obwohl ich mir so viele schöne Kleider und Schuhe zugelegt hatte. ,,Du bist nervös, nicht wahr? Mach dich nicht verrückt, jeder fängt mal klein an. Du bist hübsch, die Männer mögen dich. Woher ich das weiß? Liebchen, ich bin über fünfzig Jahre alt und habe schon in so manche Männeraugen geschaut”, kam es von einem der weiblichen Gäste, die wohl eine Vorliebe für hochprozentigen Alkohol pflegte. Mir gelang es jedoch schwer, ihren Worten glauben zu schenken. Nun, ich trachtete dem Feierabend mit Erleichterung entgegen. Mein Chef, Herr Fujimoto, war zufrieden mit meiner Leistung. ,,Nur weiter so", sagte er mit einem Lächeln. ,,Du wirst sehen, dass du das Kellnern bald im Schlaf beherrschst." Ich trachtete ihm nach. Hoffentlich hatte er recht mit dem was er sagte.

Das Studium, bereitete mir viel Freude. Zugegeben, hatte ich in der letzten Ferienwochen mit großen Sorgen zu kämpfen. Was, wenn ich mit meinen Studienkollegen nicht zurechtkommen würde und ich mich nicht einleben könnte? Ich ließ meine Chatfreundin Nanako an meiner Sorge teilhaben. Wir knüpften damals über ein Jugendmagazin Kontakt und kommunizierten in der ersten Zeit über den Briefverkehr miteinander. Ich habe sie unheimlich lieb gewonnen. Ich habe ihr mein ganzes Leben anvertraut. Ihr habe ich diese Wohnung zu verdanken und noch so viel mehr. Nanako sagte, dass ich mir keinen Kopf machen sollte, es würde alles gut werden. Ich sollte doch endlich aufhören zu jammern! Oh Gott, sie konnte so unglaublich direkt sein. Nana-chan hatte etwas von einem Kätzchen. Sie war auf der einen Seite so süß und auf der anderen, konnte sie ganz unvorhergesehen ihre Krallen ausfahren. Ich konnte mein Headset nicht schnell genug leise drehen. Aber sie hatte recht mit dem was sie sagte. Eigentlich zerbrach ich mir immer viel zu sehr den Kopf. Das bekam ich auch von anderen immer wieder zu hören. Ich war ziemlich nervös, an meinem ersten Tag in der Uni. Ich blickte an mir herab. ,,Hach...", seufzte ich. Ich hatte meine gesamte Garderobe auf den Kopf gestellt, nur, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Eigentlich hatte ich mich in meinem Aufzug ganz wohl gefühlt, aber jetzt, wenige Stunden später, war dieses Gefühl wie weggeblasen. Ich geriet immer wieder in Stottern, bei all diesen fremden Menschen, aber das war ja nichts Neues. ,,Dieses Mädchen ist ja richtig nervös. Hör mal wie sie stottert, süß oder? Ich habe noch nicht einmal richtig ihren Namen verstanden..." ,,Na, du hast gut reden... Mir geht es nicht anders, als ihr. Ich wäre am liebsten im Bett liegen geblieben..." Zu meiner Erleichterung, machte ich bereits am ersten Tag Bekanntschaft mit netten Leuten. Für manche von ihnen, war es ebenfalls ihr erster Tag, andere wiederum, studierten hier schon länger. Ich entschied mich, an der Seite meiner Studienkollegen zu bleiben und folgte ihnen still und leise. Vielen von ihnen, ging es gar nicht anders wie mir - auch, wenn man ihnen dies überhaupt nicht anmerkte. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass mir von allen am Meisten die Hitze in den Kopf gestiegen war. Ich begann während dem Studium Kontakte zu knüpfen. Mit einigen wenigen, mit denen ich mich nicht nur sehr gut verstand, sondern auch gut austauschen konnte, traf ich mich auch privat. Mit ihrer Hilfe gelang es mir, mich in Tokyo einzuleben und mir das vorzunehmen, was mir auf der Seele brannte. Ich besorgte mir z.B. Farbe, um das rostige Geländer meines Balkons von seinem Rostrot zu befreien. Plötzlich besuchte ich Karaoke Bars, in die ich mich früher niemals getraut hätte. Na gut, ich gebe es ja zu - dass Singen habe ich dennoch verweigert. Aber wie heißt es doch so schön? Dabei sein ist alles. Ich war eine motivierte Studentin. Keine Minute in der Uni war mir zu viel. Mit Trinkgeldern, die mir im New Moon zugesteckt wurden, finanzierte ich meine Freizeitaktivitäten. Eine kostengünstige Wohnung in der Millionenmetropole Tokyo, ein Studienplatz an eine der renommiertesten Musik- und Kunstuniversitäten Japans, ein Nebenjob mit aufgeschlossenen Menschen - es konnte nicht besser laufen. Aber wahrscheinlich ist es zu gut gelaufen...

Selbstlüge, unbezahlte Rechnungen, ein abgebrochenes Studium - Das Einzige was blieb, war ein Berg von Schulden.

Ein unseriöses Angebot


Es begann mit einem Rohrbruch in der Wohnung des Übermieters. Ich hatte einen recht anstrengenden Kindergeburtstag hinter mich gebracht. Die Schwester einer Freundin, war gerade neun Jahre alt geworden und ich wurde kurzerhand gebeten, den Geburtstag mitzuorganisieren. Warum nicht, dachte ich mir. Ich hatte die Kleine sehr gerne, also warf ich meinen Plan für die Uni zu büffeln einfach über den Haufen. Als ich nach Hause kam, stand meine Wohnung mehr oder weniger unter Wasser. Ich sank vor meiner Violine zusammen, die ich mir noch vor meinem Umzug nach Tokyo zugelegt hatte. Ich hatte sie auf meinem Bett niedergelegt, nachdem ich sie mit stolz poliert hatte. Es war einfach nur schrecklich. Der Vermieter, kam zwar für den Großteil des Schadens auf, aber einige Kosten blieben an mir hängen. Meine Studienunterlagen, hatten den Schaden nicht wohlbehalten überstanden. Sie schwammen buchstäblich vor meinen Füßen und waren unbrauchbar geworden. Auch andere meiner Besitztümer, mussten ersetzt werden. Die erste Nacht, schlief ich auf mehreren Laken, denn in meinem Bett konnte ich unmöglich nächtigen. Natürlich hätte ich bei Freunden schlafen können, aber ich wollte ihnen nicht zur Last fallen. Außerdem hätten sie mir sicherlich unzählige Löcher in den Bauch gefragt und danach hätte mir nun wirklich nicht der Kopf gestanden... Selbst am darauf folgenden Unitag, vermochte ich kein Wort über das Vorgefallene über meine Lippen entschwinden zu lassen. Ich war heilfroh darüber, dass sich mein Laptop zum Zeitpunkt des Rohrbruchs nicht vor Ort befunden hatte. Ich hatte ihn bei meiner Freundin auf dem Geburtstag vergessen. So konnte ich zumindest im Netz nach günstigem Mobiliar Ausschau halten. Jedoch... Dieser Vorfall, hatte mich aus der Bahn geworfen - vollkommen aus der Bahn geworfen. Existenzsorgen machten sich in meinem Kopf breit. Ich konnte mich kaum noch auf das Studium konzentrieren. Als das Geld allmählich immer knapper wurde, untermauerte sich auch gleichzeitig die Erkenntnis, dass ich in der teuersten Stadt der Welt lebte, noch ein weiteres Mal. Psychische Probleme begannen mich schleichend zu übermannen. Meine Ängste; meine Depressionen, kehrten zurück - meine Vergangenheit hatte mich eingeholt. Ich begann mich zu Hause einzusperren. Einzig und allein für mein Studium und mein Nebenjob, ging ich vor die Tür. Ich lernte für die Uni, aber ich tat es ohne Verstand und so brachte mir das nichts. Ich konnte nicht schlafen und wenn doch, dann sah ich das verbrannte Gesicht meiner Mutter, oder das Wasser - wie es sich seinen Weg von der Wohnung des Übermieters in die meine bahnte. Mein Hungergefühl, begann wieder wie von dannen und ich verlor erneut an Gewicht. Bald bemerkten auch meine Freunde, dass mit mir etwas nicht stimmte. Sie machten sich große Sorgen um mich. ,,Emi-chan um Himmels Willen, wie viel hast du denn abgenommen?" Aber ich ließ niemanden an mich heran. Ich vernachlässigte meine Kontakte, weil ich psychisch so instabil war. Irgendwann besaß ich keinerlei Rücklagen mehr und so begannen sich die Rechnungen zu stapeln. Meine Ängste wuchsen von Tag zu Tag und je mehr sie das taten, desto schlechter vermochten meine Leistungen zu werden. Ich begann Schulden an der Uni zu machen - eigentlich für nichts und wieder nichts und doch wollte ich das nicht sehen. Ich sagte mir, dass es bald wieder bergauf gehen würde - zumindest hoffte ich das. Ich sehnte mich nach Harmonie und Ausgeglichenheit. Was hätte ich nur für einen Moment der Ruhe gegeben? Ich beobachtete die Gäste im New Moon, wie sie ihre Zigarren genossen. Vielleicht sollte ich mit dem Rauchen beginnen, dachte ich mir, dann würde ich vielleicht nicht so angespannt. Nein, halt, schlechte Idee. Ich könnte eine Sucht niemals befriedigen, nicht einmal auf kurzer Zeit - so pleite war ich... Und die Lösung für meine Probleme, wäre es ohnehin nicht.

Auch einige der Gäste im New Moon vernahmen wohl, dass etwas nicht in Ordnung mit mir war. ,,Du wirkst verstört. Sag mir was du hast liebes." ,,Es ist nichts..." ,,Wirklich nicht?" ,,Nein, wirklich nicht. Es ist alles in Ordnung." Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich stottere? Eigentlich wusste ich die Sorge der Gäste und auch die des Personals nicht unbedingt zu beherzigen. Mehr noch, vermochte ich sie als unangenehm zu empfinden, denn sie erinnerte mich immer wieder an meine schwierige Situation. Dabei wollte ich mit meinem Kopf doch einfach nur bei der Arbeit bleiben. Meine berufliche Leistung vermochte ohnehin schon genug unter meiner Sorge zu leiden. Es gab kaum mehr einen Abend, an dem mir nicht ein Glas unter meinen zitternden Händen abhanden kam und zu Bruch ging. ,,Ah!" ,,Holt mal jemand die Kehrschaufel und den Besen." ,,Was? etwa schon wieder...?" ,,Tut mir leid..." Verdammt. Ich war eingestellt worden, um die Wünsche der Gäste entgegenzunehmen und ihnen gerecht zu werden - nicht, um mich von ihnen umsorgen zu lassen und meinen Arbeitskollegen Ärger zu bereiten... Ich konnte dankbar sein, dass sie so tolerant waren und zerbrochene Gläser nicht als Grund für eine Kündigung sahen, obwohl ich es in meinen Augen doch sehr verdient hätte. Ja, ich hätte mich selbst längst rausgeworfen, wenn ich mein Chef gewesen wäre. Eines Abends, wurde ich von einem der Gäste angesprochen. Oh, bitte nicht, dachte ich - hoffentlich würde ich nicht wieder auf mein Befinden angesprochen. Dieses Mal jedoch, war alles ein wenig anders. Ich befand mich an der Theke und schenkte Roséwein in eines der Weingläser, als mich dieser Mann, ein Stammgast ansprach. Es schien, als konnte er die finanzielle Sorge in meinen Augen lesen. ,,Du bist sehr hübsch", sagte er. ,,Ich habe dich jeden Abend beobachtet." Er sagte, dass ich es so einfach haben könnte, wenn ich meinen Körper für Geld verkaufen würde; wenn ich mich ihm hingeben würde - hier, in einem der Zimmer im Obergeschoss. Ich sagte ihm, dass ich nicht verstehen würde worauf er hinauswolle. Er lächelte mich an. Ich sollte alles Weitere mit meinem Chef bereden, es würde keinerlei Probleme geben. Seine Worte gaben mir zu denken. Aber irgendetwas sagte mir, dass ich dieses Gespräch so schnell wie möglich verdrängen sollte. Doch schon bald begann ich zu ahnen, was mir der Fremde an diesem Abend sagen wollte. Die Zimmer im Obergeschoss, sie dienten den Gästen in erster Linie nicht, wie ich immerzu geglaubt hatte, zum nächtigen, sondern für Liebesspiele mit dem weiblichen Personal. Ich war dumm, aber vielleicht wollte ich es einfach auch nicht ahnen. Es ging bisher immer alles mit rechten Dingen zu. Bereits an meinem ersten Arbeitstag, vermochte alles seriös zu wirken, viel zu seriös. Ich redete mir ein, nichts gesehen zu haben. Trotz meiner finanziellen Notlage, schreckte mich der Gedanke an ein Leben im Milieu ab. Ich verdiente mein Geld also wie bisher. Aber ich brauchte mir nichts vorzumachen - mir ging es immer schlechter. Das Glück war mir fremd geworden. Stattdessen jagte ein Pech den nächsten. Ich konnte meine Miete nicht mehr bezahlen. Tja und irgendwann kam es wie es kommen musste - es folgte eine Mahnung. Und wenn dieser Schock alleine nicht schon schlimm genug gewesen wäre, wurde ich auf dem Nachhauseweg von einer Freundin von irgendeinem Typen im Park bedrängt. Keiner der Passanten, kam mir zur Hilfe und warum auch? Vermutlich haben sie das Ganze für einen Partnerschaftsstreit gehalten, denn wer war auch schon so blöd, jemanden am helllichten Tag zu belästigen? Ich war erleichtert, als der Fremde nach einigen Minuten von mir abgelassen hatte und auf Nimmerwiedersehen verschwunden war. Ich hatte mich zitternd auf einer Bank niedergelassen, um mich von meinem Schrecken zu erholen. Ich hatte vor Angst nicht annähernd ein Wort herausbringen; geschweige denn um Hilfe schreien können. Zu Hause fiel mir dann allerdings auf, dass mein Smartphone fort war, sowie meine Geldbörse und mit ihr das Geld, welches ich mir von einer Freundin geliehen hatte, um die Kosten für die Miete aufzubringen. Es war alles weg... Ein paar Minuten durchatmen, um sich zu sammeln. Bankkarte sperren lassen, Bankkarte und Ausweis neu beantragen - weitere Kosten, die ich natürlich nicht gebrauchen konnte. Ich lag in meinem Bett und weinte unzählige Tränen. Ich hatte den Kampf verloren und diese Erkenntnis saß tief. Die Verzweiflung, fand keine Nische mehr in meinem Körper, wo sie sich hätte ausbreiten können. Ich war vollkommen am Ende und so traf ich die schwierigste Entscheidung meines Lebens - Ich brach das Studium ab. Nach nur über einem Jahr, war ich vollkommen überschuldet. Ich traf mich wenige Wochen später mit einer Freundin zum Kaffee. Sie wollte unbedingt wissen, wie ich mit meinem Studium vorankommen würde. Was sollte ich sagen? Ich schenkte ihr ein geschlossenes Lächeln und schluckte.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich frei ungeniert - Na, aber sicher doch...

Nach meinem Studienabbruch, arbeitete ich nur noch, um meine Schulden und Rechnungen zu begleichen. Mit dem wenigen Rest, finanzierte ich das Nötigste, was es zum Leben brauchte. Aber ich kam hinten und vorne nicht zurecht. Mit der Tatsache konfrontiert zu sein, dass man einige Kosten abzustottern hatte, belastete mich ungemein. Meinen Großeltern, machte ich weis, dass es mir gut gehen würde. Gott, war ich eine Lügnerin... Ich fragte mich, was ich im Leben verbrochen hatte. Ich hatte nie etwas verlangt, geschweige denn auf Kosten anderer gelebt und selbst wenn wir das Geld gehabt hätten, so hätte ich es niemals getan. Meine Großmutter, schickt mir auch heute noch Päckchen weil sie um mein Wohlergehen besorgt ist und selbst das bereitet mir ein unendlich schlechtes Gewissen. Wenn ich so darüber nachdachte, hätte ich auf meine Großeltern hören und in Onomichi bleiben sollen, aber das änderte ja jetzt nichts mehr. Ich saß in der bevölkertsten Stadt der Welt und war vollkommen am Boden. Als ich mit der Miete schließlich im Rückstand war und meine Schulden nicht mehr begleichen konnte, da wusste ich einfach keinen Ausweg. Ich stand dort, im New Moon, als Prostituierte und "Er" war mein erster Kunde. Wir tranken auf seine Kosten noch etwas miteinander, ehe er seinen Arm um mich legte und wir uns auf eines der schicken Zimmer begaben. Er blickte aus dem Fenster und redete mit mir, aber ich saß nur stillschweigend auf dem Bett und konnte seinen Worten nicht annähernd folgen. Ich begann beunruhigt nach hinten zu rutschen, als er sich zu mir gesellte und mir allmählich nahe kam. Ich war nicht bereit und die Angst spiegelte sich in meinen Augen wieder. ,,Hab keine Angst... Ich werde ganz vorsichtig sein", versicherte er. Nicht zu fassen, dieser Kerl redete mit mir, als wäre ich noch Jungfrau. Jedoch... War ich dies zu diesem Zeitpunkt nicht - in dieser Position? Nun, er vermochte an seinem Versprechen festzuhalten. Er hat mich wie eine Prinzessin behandelt. Aber ich konnte mich einfach nicht fallen lassen. Ich habe versucht, mich so stark wie möglich zu geben, aber ich wünschte, ich wäre ohnmächtig geworden. Nachdem er seiner Erregung in mir ein Ende bereitet und mich bezahlt hatte, blieb ich alleine zurück und brach erneut in Tränen aus. Ich habe mich wie ein Stück Dreck gefühlt. Ich sank in der Dusche zusammen und fragte mich immer wieder, warum ich meinem Bauchgefühl nicht auch dieses Mal gefolgt und einfach davongelaufen bin. Liebe und Körpernähe, sollten immer etwas besonderes sein - aber wo war diese Besonderheit nun? Es gab keinen anderen Weg. Ich prostituierte mich, bis ich all meine Schulden beglichen hatte - und letzten Endes sogar darüber hinweg, denn ich erkannte, dass ich mit meinem Körper sehr gut Geld verdienen konnte. Ich hatte mit meinem Traum noch lange nicht abgeschlossen. Für mich kam ein nach Hause zurückkehren nicht in Frage, ehe ich Violinistin geworden. Es brauchte natürlich eine gewisse Zeit, bis ich mich auf jemanden ganz ohne Liebe einlassen konnte und leicht fällt mir das zugegebenermaßen auch heute nicht. Immerhin entspricht dieses Ideal nicht einer Frau, die irgendwann einmal heiraten und Kinder haben möchte. Mittlerweile habe ich mein Musikstudium wieder aufgenommen und kann es auch finanzieren, aber warum sollte ich das auch nicht können? Ich könnte mit dem was ich verdiene eine größere Wohnung beziehen, doch habe ich das nicht vor. Denn nach meinem Studium, werde ich in meine Heimat zurückkehren. Bis dahin, wird jeder Mann und jede Frau, meine Dienste in Anspruch nehmen dürfen - ganz gleich, wie abscheulich es mir dabei gehen mag. Über meinen wahren Nebenberuf, vermag ich kein Wort zu verlieren. Keiner meiner Familienmitglieder und Freunde, ist im Wissen darüber, was ich nach Anbruch der Dunkelheit betreibe und das soll auch so bleiben. Seit meinem Aufstieg von Kellnerin zur Prostituierte, ist eine Menge geschehen. Und heute? Nun, ich bin mittlerweile vierundzwanzig Jahre alt und kann ohne weiteres behaupten, dass ich mehr Sex habe, als ich will. Niemals habe ich auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass ich einmal so tief sinken würde. Ich wollte nicht eines Tages auf der Bühne stehen und mir sagen müssen, dass ich meinen Körper für meine Karriere verkauft habe. Ich wollte mich niemals verbiegen, aber ich pflegte die Erkenntnis, dass es manchmal eben nicht anders ging. Das Geld macht es erträglich, aber es ist nicht das, was ich wollte...

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Avaperson: Fumi Ohno
Spielername: Emi
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Zuletzt von Emiko Yoshikawa am Di Dez 19, 2017 3:39 pm bearbeitet; insgesamt 52-mal bearbeitet

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2 Re: Emiko Yoshikawa am Fr Dez 08, 2017 9:34 pm



吉川 恵美子

Emiko Yoshikawa
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Abneigungen
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Wusstest du schon, dass...
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Vergangenheit
Lebenslauf:

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吉川 恵美子

Emiko Yoshikawa
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Zuletzt von Emiko Yoshikawa am Do Dez 14, 2017 10:43 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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3 Re: Emiko Yoshikawa am Fr Dez 08, 2017 9:36 pm


RELATIONS
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DIE FAMILIE
Name | Vorname Nachname
Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen?


DIE VERBÜNDETEN
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Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen?


DIE HASSENDEN
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Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen?


DAS HERZ
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Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen?

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4 Re: Emiko Yoshikawa am Fr Dez 08, 2017 9:36 pm


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